ROCKO ©   

 Eine wahre Geschichte!

Ein Hund ( einer von vielen ),... unschuldig geboren,...von Menschen zur Bestie gemacht,...der wieder das Vertrauen zu Menschen gefunden hat!

( Diese wahre Geschichte ist für diese BULLI-PAGE frei gegeben worden - danke Schlabbi! )

Das Gedicht:" An Euch Menschen" unter der Geschichte passt dazu.

 

 

Unschuldig,klar und neugierig blickten seine Augen in die Welt. Voller pulsierender Aufregung bollerte sein kleines Welpenherz,als es seine ersten zaghaften stolpernden Schrittchen in die Welt machte.

Sechs Jahre später!

Ich stehe in einem nackten kleinen Zimmer. Rechts neben mir kauerte in der Ecke ganz klein, ein großer weißer Hund. Seine Augen blickten mich kalt und wild an. Aus seinem Inneren dringt ein leises dumpfes Knurren.
Ich hockte mich in die andere Ecke und beobachtete schweigend diesen Hund.

Die Gesellschaft verachtete ihn, denn er wurde als Staff geboren und war somit abgestempelt als Kampfhund.


*nur wußte dieses Häuflein Elend überhaupt was ein Kampfhund ist?*

Der Mensch hasste ihn, wollte ihn töten lassen, weil dieser Hund sich nach sechs Jahren geduldigen Ertragens einmal gewehrt hatte in seiner Not.

*würden wir Menschen uns nicht auch wehren?*

Ich blickte auf seinen dürren ramponierten Körper, registrierte diese Narben, diese Löcher in seinem Fell und blicke in seine gebrochenen Augen.

Das Bild eines glücklichen, fröhlichen vor sich hintapsenden kleinen Hundewelpen kommt in mir hoch. Ja, auch du warst einmal so eine kleine glückliche Socke.
Die ahnungslos voller Liebe und Vertrauen auf die Hände zulief die dich hielten.

Jenen Händen die dich nach sechs Jahren fallenließen,nachdem sie dir jeden Funken Lebensfreude genommen hatten.
Nachdem sie dich so weit gebracht hatten, dass du in deiner Not einen deiner Menschen als du dich wehrtest verletzt  hattest.

Hattest du Hoffnung nun hört man dein leises Flehen? Deinen Hilfeschrei?

Nein, nun warst du eine Bestie, ein Killer.

Eine Stunde hockte ich mit dir in diesem Zimmer.
Eine Stunde lang beobachtete ich deine Angst, deine Wut, deine Scheu und deine Hilflosigkeit.
.

Ich stand auf, klopfte an die verschlossene Türe und nahm dich einfach mit nach Hause.

Tja, nun warst du also bei mir. Ganz klein, wütend, ängstlich und knurrend hocktest du in der hintersten Ecke vom Wohnzimmer bei der Eckbank gequetscht.
Die Katzen und meine zwei kleinen Hunde hatte ich vorsichtshalber aus dem Wohnzimmer ausgesperrt. Nur Jimmy und Kater Jerry, ich wußte das beide Tiere sehr tolerant und vorsichtig waren, blieben bei dir im Raum.

Die ersten Wochen:
Gassigehen mit dir konnte ich vergessen. Kam ich nur in die Nähe der Eckbank, in die Nähe deines Schutzkreises, knurrtest du mich an und fletschtest deine Zähnchen.
So blieb mir nichts anderes übrig, als dir mit einem Stiel nur regelmäßig Wasser und Futter hinzuschieben und öfters das Zimmer zu verlassen, damit du dein Geschäftchen auf den Boden in Ruhe machen konntest.
Es machte mir ja auch nichts aus hinterher sauber zu machen. War ich doch schon mal froh dass du gefressen und getrunken hattest.

Leckerlies nahmst du auch an, OK manchmal kam ich zu nah an dich heran, ...war mein Versehen. Ich habe vergessen deinen Abstand zu respektieren den du mir gewährt hattest. War logisch das du dann wütend wurdest und auf mich losgehen wolltest.
Ich war ja auch nur ein Mensch in deinen Augen.
Doch vor Jimmy hattest du Respekt gehabt. Glaube meinen Jimmy habe ich es zu verdanken, dass mir mancher Fehler nicht passiert ist. Ich bin dir ja deswegen auch nie böse gewesen mein Kleiner, denn ich wußte ja, wieso du dich so verhieltest.
Aber ich lernte aus meinen Fehlern.
Je mehr du knurrtest, je wütender du wurdest, ich habe einfach nicht mehr darauf reagiert. Sowie es mein Kater Jahre immer gemacht hat weißt du noch?
Er sprang auf die Eckbank damals, wo du drunter lagst. Du sprangst hoch knurrtest, wolltest schnappen doch was machte Jerry? Er ignorierte dich, hopste eine Stufe höher rollte sich zusammen und lies dich einfach weiterknurren.
Ja, ich habe beobachtet wie baff du auf einmal geworden warst. Da war einer der keine Angst zeigte, der nicht zusammenzuckte, wenn du den Bösen spieltest.
Nun ich tat es meinem Kater gleich.
Es war eine harte Zeit, du hast mich verdammt hart rangenommen. Immer wieder hast du mich versucht zu reizen, versucht ob ich so reagiere wie du es von den Menschen bisher kennengelernt hast.
Ich gebe offen zu,manchmal lag ich nachts lange wach und war am Ende, hoffnungslos das ich mich überfordert hätte mit so einem Hund wie dir.
Ja, so manches mal dachte ich sogar dran aufzugeben mein Kleiner.

Doch ein Blick in deine Augen, die nicht nur Hass und Wut zeigten, sondern auch so verdammt viel Hilflosigkeit ausdrückten gab mir die Kraft durchzuhalten.

Das Bild eines Tages, als ich morgens ins Wohnzimmer kam und dich und Jimmy zusammen auf der Decke liegen sah, werde ich nie in meinem Leben vergessen.
Denn in diesem Moment wußte ich, wir beide waren ein Schritt weiter gekommen
.

Du vertrautest zwar nicht mir Menschen, aber meinem Hund.
Das war der Tag, wo ich dich mit dem Rest meines Rudels zusammenkommen lies.
Und ich hatte mich nicht in dir getäuscht. Im Rudel fandest du die Sicherheit und den Schutz den ich dir nicht geben konnte.

Dies war auch der Beginn unserer nächtlichen Gassigänge.Tagsüber traute ich mich noch nicht mit dir zu gehen, weil ich erstens noch nicht so die Kontrolle über dich hatte und zweitens tagsüber zu viel Publikumsverkehr auf den Straßen war.
Da du nicht mit mir Menschen gehen wolltest, band ich dich mit einer Doppelleine an Jimmy fest und somit marschierten ihr Zwei,Jimmy an meiner Körperseite und du an Jimmys Seite weit fern von mir gemächlich eure Runden mit mir und den anderen beiden Hunden.

Jeden Abend spielte und schmuste sprach mit meinem kompletten Rudel, ob Katz oder Hund mitten auf den Wohnzimmerfußboden, so das du mich beobachten konntest wie ich mich gegenüber deinesgleichen verhalte.
Klar, dass zwischendurch auch mal ein Bällchen oder Leckerchen aus Versehen zu dir kullerte. Du gehörtest ja schließlich dazu.

Du hast mich sehr lange geprüft, hast immer wieder versucht mich zwischendurch zu testen, ob ich Angst hätte oder ich wütend wurde.
Oh ja du wolltes deine Bestätigung finden, dass ich genauso bin wie die Menschen die du kanntest. Aber was du nicht wußtest, du kleines Samtbärchen , ich hatte schon längst mein kleines dummes Herz an dich verloren.

Dann kam der Tag, wo ich doch mal meine Nerven verloren hatte.
Ich saß wie immer mit meiner Bande auf dem Boden, rauchte grade eine Zigarette
in der Spielpause und schaute dabei Fern, als ich aus den Augenwinkeln etwas bemerkte was mir die Tränen in die Augen schießen lies.
Eine feuchte Nase gefolgt von zwei riesigen ängstlichen Kulleraugen unter zwei knuffeligen Schlappohren schiebt sich ganz vorsichtig, neugierig um die Eckbank herum nach vorne. Unsere Blicke trafen sich und ich sah ein kleines, fragendes, neugieriges, ängstliches Aufblitzen in deinen Augen.
Wie gerne hätte ich dir in diesem Moment geholfen, aber ich durfte ja nicht, du musstest diesen schweren Schritt alleine gehen.
Es hat noch viele Wochen gedauert, bis du endlich so weit warst, dass du dich leise und heimlich auf dem Bauch rutschend nachts in meine Nähe gelegt hast.
Wochen in denen ich mich verdammt zurückhalten musste, um nicht wieder alles kaputt zu machen.
Denn wie gerne hätte ich dich einfach nur geschnappt und an mich gedrückt.
Spürte ich doch wie hilflos und verzweifelt du warst, wie sehr du mit dir gekämpft hattest. Doch ich musste dich in dieser Zeit allein kämpfen lassen.


Du hast mich in dieser Zeit dreimal gebissen, hasst mich x-mal in eine Ecke gedrängt,hast einige mal das Stuhlbein geschnappt anstatt mich. Aber weißt du?
An jenem Tag, wo ich zum erstenmal deinen kleinen zittrigen Körper an meinem gespürt habe, wußte ich es hatte sich gelohnt zu kämpfen.
Nie werde ich diesen kleinen ersten Funken Vertrauen in deinen Augen vergessen.

Weißt du mein Kleiner
Nicht nur du hast sehr viel in dieser Zeit gelernt.
So hart die erste Zeit mit dir auch gewesen war, ich möchte sie nicht aus meinem Leben missen, denn durch dich habe ich erfahren dürfen, dass auch in mir mehr steckt als ich je ahnen konnte.

Du liegst mit mir und meinem restlichen Rudel mitten auf dem Wohnzimmerboden und wir schauen uns gemeinsam faul und träge einen Fernsehfilm an.

Nun war die Zeit gekommen, wo du auch tagsüber mit uns rausgehen durftest.
Dein Kleidchen geändert, eine glaubhafte Geschichte zusammengebaut und schon stiefelte ich kleines braves Bürgerchen zum Ordnungsamt und meldete dich offiziell als rötlichbraungestromter (gestromt deswegen nur die Farbe schwarz übertünchte einigermaßen deine Narben)Staffrüden namens Rocko an.
Wesenstest? Kein Problem *grins*
Weiß ich doch, dass einem Hund der Stunden lang vorher gelaufen ist, am Ende alles wurscht ist und er nur noch eins im Kopp hat nämlich schlafen.

Ja, nun warst du wieder geboren mein Kleiner.
Die Gesellschaft erfuhr von dir, auch im Internet begann ich von dir meinem neuen Hund zu erzählen.
Ab nun durftest du mit Jimmy, Josy und Jenny über die Felder toben, durchs Unterholz stöbern etc.Ich werde nie deine ersten Versuche beim Mäusebuddeln vergessen.
Erst wusstest du gar nicht was deine Rudelkameraden da machten, du hocktest ein bisschen perplex neben ihnen, legtest leicht dein Köpfchen zur Seite und man sah dir richtig an wie du deine Stirn in Falten zogst, wie sehr du dahinter am grübeln warst.
Ja, es war einfach nur süß dich großen Tapser dabei zu beobachten wie du tollpatschig wie ein Welpe begannst einfach nur frei wie ein Hund zu leben.

Nur Josy fand es damals gar nicht so süß, als du bei deinem ersten Buddelversuch nicht nur die Erde weggefegt hast, sondern Foxerl gleich mit. Was war die Kleene damals sauer.*lach*hat dich doch glatt auf den Rücken geschmissen mit ihren  Zähnen an deiner Kehle.
Manchmal, wenn wir so spielten, ja du hast sehr schnell das Spiel mit der Frisbeescheibe gelernt, hocktest du dich zwischendurch einfach mal hin und schautest mich immer wieder mit strahlenden Augen an.
Weißt du, das freudige Funkeln deiner Augen, der manchmal ungläubige Blick als würdest du fragen wollen *darf ich wirklich?... ist das für mich alleine?*Alleine dieser Blick beantwortete mir die Frage, welchen Sinn mein Leben hat.

Gut von allen Hundebesitzern auf dem Feld die mich vor dir kannten, blieben zwei Hundebesitzer übrig, die mich auch weiterhin bei Treffen begleiteten. Für alle anderen war ich auf einmal nicht mehr gesellschaftsfähig.
Es lag nicht an dir mein Kleiner, nein, es lag an der Dummheit des Menschen glaub es mir. Du warst nicht schuld das deine Rudelgenossen auf einmal nicht mehr mit ihren Freunden spielen durften. Im Gegenteil Rocko,es lag an deinem Frauli *lach*
Sie ist von heute auf morgen auf einmal zu einem Proll,Asozialen mutiert.

Aber das störte uns nicht, wir hatten uns und als die kleine Tschitzuhündin Lehnchen noch dazukam, war doch unser Rudel einfach perfekt. Waren immer gerne gesehen die blöden Gesichter der Hundebesitzer wenn du mein Kleiner mit der kleinen Fußhupe Lehnchen einträchtig beisammen stiefeltest.*grins*

Du warst kein schöner Hund in den Augen der anderen Betrachter,aber für mich.Auch wenn ich manchmal sehr eigenwillige *Batikarbeit* verrichtete
warst du wunderschön.Deine glänzenden Augen,deine manchmal knautschige Faltenstirn,dein tropfendes feuchtes Samtnäschen,deine zarten Lefzen um dein lachendes manchmal brummiges Schnäuzchen, dein kraftvoller starker Körper um dein empfindsames Seelchen,dein immer wiederholtes Pupsen wenn du dich abrupt hingehockt hattest *lach*und dein hinterher panikartiges Hochhopsen

Weißt du du warst einfach einmalig schön.

OK, die erste Zeit hatte ich immer Angst gehabt man würde dich wiedererkennen, dich endecken, dich mir wieder fortnehmen. Doch du mit deiner reinen Lebensfreude hast mir schließlich diese Angst genommen.
Du hast es geschafft, dass ich stolz in dieser Gesellschaft der Hundehasser mit euch Hunden durch die Straßen ziehen konnte.Stolz jedem in die Augen schauen konnte mit den Worten *seht her ja ich bin Hundebesitzer,..,ja ich Besitze so eine Rasse,.. ja ich habe das Glück mit Hunden leben zu dürfen,ja schaut her das bin ich klein Schlabbi,der Vollchaot der geliebt wird.

Weißt du mein Kleiner,dich so zu sehen wie du fröhlich mit den anderen durchs hohe Gras läufst,deine Freude laut herausbellst , dich in die schönsten Stinkehäufchen schmeißt, zu sehen wie du voller Wonne mit einem Satz ins Wasser hopst, deine lachenden Augen ...du hast mir so viel gegeben mein Kleiner und niemand kann und wird mir diese Zeit mit dir,dieses Glück mit dir, noch nehmen können.


Ich gebe offen zu du warst nie ein einfacher Hund gewesen.
Auch als du endlich Vertrauen zu mir hattest, Vertrauen hattest der zu sein der du immer warst, immer wieder kam es vor dass du zurückfielst in dein vorheriges Leben, dass du Angstattaken bekamst, dich ängstlich zurückgezogen hattest, du Alpträume im Schlaf bekamst.
Immer wieder kam es vor das du dich trotz allem noch so verdammt hilflos fühltest.
Du winseltest, du hast geschrien, geknurrt, geheult und sehr oft am ganzen Körper gezittert.
Wie oft habe ich dich dann gehalten,dir beruhigende Worte zugeflüstert,dir gesagt
*hab keine Angst du bist zu Hause mein Kleiner*
auch wenn du mir in meine Hand geschnappt hast, ich habe dich trotzdem gehalten.

Denn ich habe dich verstehen können. Man kann nicht einfach sechs Jahre seines Lebends abstreifen. Auch wenn die Wunden verheilen, die Narben die zurückbleiben zwicken immer mal wieder ziemlich dolle in der Seele.

Deine Angst, nachts alleine im Dunkeln in einem Zimmer zu liegen.
Deine Angst, wenn du merktest ich gehe zu einer ungewohnten Zeit aus dem Haus.
Deine Angst, wenn Fremde zu Besuch kamen
.

Deine Angst, wenn du sahst *grins*das ich fast das Butterbrot alleine aufgegessen hatte.

Als du das erstemal ins Schlafzimmer kamst, vor meinem Bett hocktest und dein sehnsüchtiger fragender Blick mich traf, weißt du wie lange ich darauf schon gewartet hatte? *Mensch Jung hatte ich damals gesagt komm rauf*

Anfangs lagst du immer auf der anderen Seite des Doppelbettes.
Ja, ich gebe zu ich habe mich öfters schlafend gestellt, um dir die Chance zu geben heimlich näher zu rutschen. Und war es letztendlich nicht schön so neben meinem Gesicht, halb unter dem Kater Justin zu schnarchen?
Wir waren ein Rudel mein Kleiner und du gehörtest dazu.

Kampfhund wurdest du genannt.
Als Kampfhund wurdest du gehalten.
Als Bestie solltest du getötet werden
.

Doch für mich warst du einfach nur ein Hund, ein Hund der mir das Größte auf Erden schenkte, was sich so ein kleiner Mensch nur wünschen kann.
Du schenktest mir dein Vertrauen,deine Liebe und vor allem schenktest du mir eins,das Wissen dass auch du so frei wurdest,das du hinter meinem Rücken mit den anderen Gemeinsam auf Diebestour durch die Schränke gingst und allerlei sonstigen Blödsinn veranstaltetest

Weißt du allein dein unschuldiger Blick hinterher *wie ich?nö kann nit sein*
zeigte mir das du deinen Stolz wiedergefunden hattest.

Wieder sitze ich auf dem Wohnzimmerboden und halte dich, weil du einen Alptraum hattest. Wieder erfüllt sich mein Herz mit Wärme als ich spürte, wie du dich in meinen Armen entspanntest.Schnell hattest du dich wieder beruhigt, schobst dein dickes sanftes Knubbelnäschen unter mein Pulli und begannst wohlig vor dich hin zu grunzen.
Aus dem Grunzen wurde irgendwann ein herzergreifendes Schnarchen und ich fand es sehr toll, dass die Zigaretten am Compi lagen und ich dank dir nicht drankonnte.
Naja, was macht man nicht alles für seine Allerliebsten.Also schmachtete ich, lies dich schnarchend auf mir schlafen und beschäftigte mich nebenbei mit Gipsy, die unbedingt grade "Angel spielen" wollte.
Irgendwann habe ich bemerkt, dass du sehr fest am schlafen schienst. Das Schnarchen hatte aufgehört und du wurdest immer schwerer auf meinem Bein.
Ich habe es verdammt noch mal nicht geschnallt..

Ich habe einfach nicht bemerkt, wie du klammheimlich leise von mir gegangen bist.

Weiß du wie gemein das war einfach, so abzuhauen?
Im ersten Moment war ich so sauer,... tut mir leid aber ich habe dich geschüttelt wollte dich wachmachen-wollte einfach nicht kapieren, dass du dich einfach so klammheimlich aus dem Staub gemacht hast. Weißt du
mein Kleiner,ich wollte dir noch so viel geben,so viel Schönes zeigen


Ich hatte zwei Jahre lang einen der besten Hunde, die ich jemals kennengelernt habe. Richtig klar wurde mir das jedoch erst, als ich ihn verloren hatte.
Denn weißt du Rocko,das was du aus mir in den zwei Jahren an Kraft, Mut, Geduld und Selbstvertrauen  mir herausgeholt hast, was ich von dir in den zwei Jahren alles erlernen und erfahren durfte.
Durch dich lernte auch ich mich selber besser kennen.
Durch dich lernte auch ich endlich wieder  das Vertrauen.

Dafür mein Kleiner und vor allem für deine scheue vertrauensvolle Liebe
danke ich dir.

Danke das du mich *Mensch*geliebt hast.

 

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Auch diese wahre Geschichte würde für meine BULLI-PAGE freigegeben.


                                                 Mandy© 


Wie jeden Tag ging ich mit meinen damaligen Hunden,Jimmy und Josy auf dem Feld bei uns Gassi.Da ich zu sehr mit meinem kleinen Foxterrierhündin Josy beschäftigt war,weil die Kleine grade anfing richtig hundemäßig zu leben und mir dementsprechend das Leben als Hundebesitzer zur Hölle machte,bekam ich die Hektik auf dem Feld um mich herum nicht so mit.Erst das laute Bellen meines großen Hundes Jimmy lies mich erschreckt aufsehen.
Ich sah den Hundebesitzer von Jimmys großem Kumpel dem Dobermann hektisch winkend mit den Worten *es wäre besser ich würde meine Hunde an die Leine nehmen und vom Feld runtergehen*auf mich zurennen.
Auf meine Frage was denn los sei, erfuhr ich wovor er Angst hatte.
Ein Kampfhund würde auf dem Feld frei laufen,anscheinend ausgesetzt oder aber weggelaufen.Er wollte schon auf seinen Dobermann zu laufen,deswegen da man den Hunden ja nicht trauen könnte, hätte er sofort seinen Hund genommen und wolle nun vom Auto aus mit seinem Handy die Polizei anrufen.Ich solle solange am Rande des Feldes doch bitte warten, damit man die anderen Hundebesitzer warnen könne.
Ich weiß jetzt nicht wie ich die Situation nun erklären soll.Es ging eigentlich ganz schnell.Vielleicht hatte ich nur das Wort Streuner gehört und das andere Wort *Kampfhund* überhört,denke mal nur so kann ich mein Handeln heute erklären.

Jedenfalls sagte ich diesem Hundebesitzer, er bräuchte die Polizei nicht zu rufen,ich würde mich drum kümmern,dass der Hund vom Feld kommt.Irgendwie kam er mir erleichtert vor,denn er war schnellstens mit seinem Auto verschwunden.

Tja,nun stand ich da am Rande des Feldes und während ich mein kleines Föxchen welches noch nicht auf mein Rufen hörte anleinte,blickte ich mich suchend nach dem Streuner um.Als ich nichts sah, ging ich langsam meinen Großen Rüden neben mir freilaufend, ins Feld hinein.Aber egal wie oft ich mich auch umschaute, ich sah nirgends einen streunenden Hund.

Wie lange der Hund uns schon beobachtet hatte, kann ich nicht sagen.Ich ging mittlerweile schon die dritte Runde über die drei Felder, als ich bemerkte wie mein großer Rüde aufmerksam wurde.Er blickte zur Feldbegrenzung,seine Rute zuckte aufgeregt.Als ich stehenblieb und auch hinüberblickte bemerkte ich nur noch einen kleinen schwarzen Schatten, der sich schnell zurückzog.
Gut jeder der mich kennt weiß ja nun das in mir dir Neugierde geweckt war.
Ich tat so als hätte ich diesen Schatten nicht bemerkt und lief nun weiterhin ganz normal in der Nähe der Feldbegrenzung herum.Ich rief Jimmy auch nicht zurück,als dieser auf einmal ins Unterholz der Feldbegrenzung verschwand.


Ob ich Angst hatte?Ich weiß nicht,der Schatten den ich gesehen hatte, der durch mein Hinschauen sich so schnell zurückgezog, hatte mir eigentlich ein Gefühl der Ruhe gegeben.Kann es schlecht erklären, aber ein gefährliches Tier würde sich nicht zurückziehen, wenn es sich ertappt fühlt.So war meine Meinung damals.Gebe ja zu war noch ziemlich Blauäugig *lach*und bin es vielleicht heute immer noch.

Als ich am Ende der Feldbegrenzung ankam und mich wieder umdrehte um den Weg  wieder umzugehen, bemerkte ich dass der kleine schwarze Schatten neben meinem großen Hund herlief.Ich rief Jimmy zu mir in de rHoffnung dass der Schatten ihm folgen würde.Doch dem war nicht so.Jimmy kam laut junkernd auf mich zugeflitzt, während der Schatten halb zögernd, drei Schritte hinter ihm herlief.Mich dann sah,umdrehte und wieder im Unterholz verschwand.
Ich weiß nicht warum,aber der Hund tat mir leid so alleine im Unterholz.Also begann für mich aus diesem Grunde eine sehr lange Gassizeit auf dem Feld.

Wegen meines Föxchens hatte ich zum üben des Gehorchens reichlich Frolic in der Tasche.Ich begann nun,nachdem Jimmy wieder zu dem Schatten ins Unterholz verschwunden war, den Streuner mit sanften Rufen und Frolicstückchen heran zu locken.Sehr zur Freude von Jimmy der nicht nur der Verfressendste, sondern auch der größte Frolicliebhaber war, den es gibt.Irgendwann war ich es leid immer an der Feldbegrenzung entlangzulaufen und marschierte, Jimmy zu mir rufend, aufs Feld hinaus in der Hoffnung der Schatten würde ihm auch dorthin folgen.Es klappte!Zögerlich bewegte sich der kleine schwarze Schatten aus dem Unterholz heraus und lief scheu,immer einen Blick auf mich gerichtet, hinter Jimmy im riesigen Abstand hinterher.*Aha,dachte ich mir,meinem Hund vertraut dieser Schatten also*
Ich lief in aller Seelenruhe nun nochmals die Runde über die drei Felder und mußte feststellen, wir mußten wohl ein seltsames Bild abgegeben haben.Ich vorraus mit einen sturen,beleidigten Föxchen hinter mir herziehend,Jimmy mal neben mir, mal weit hinter mir, wo ein kleiner schwarzer Hund uns im riesigen Abstand folgte.
Immer wieder grübelte ich, wie komm ich an diesen Hund dran.
Ich leinte meinen beleidigten Foxterrier ab und begann mit ihm Quietschie zu spielen.Das Quietschen lockte auch Jimmy an und wir spielten nun zu dritt, während der kleine schwarze Hund sich auf Abstand hinhockte und uns zuschaute.Aus den Augenwinkeln bemerkte ich wie Wuffel hin und wieder hin und her rutschte,so als ob er zu uns kommen wollte aber sich nicht so recht traute.
Doch nix funktionierte, der Hund wollte nicht in meine Nähe kommen.Der einzigste der nah an ihn herankam,ihn sogar abschnüffeln durfte war Jimmy.Ihm folgte dieser Hund fast blind.Was tun?
Ich blickte auf die Feldbegrenzung und....ein Versuch wäre es wert dachte ich mir.

Zielstrebig ging ich nun am Unterholz vorbei,warf dann eine Handvoll Frolics hinein,und wie gehofft stürzte Jimmy sich darauf, gefolgt von dem kleinen schwarzen Schatten,der mit ihm zusammen die Frolics nun begann zu futtern.Ich weiß es war ein Risiko,aber als ich sah, dass der Hund für einen Moment abgelenkt war, stürzte ich mich hinein ins Gestrüpp,lies mich auf ihn fallen und hielt einfach das fest was ich grade unter mir fühlte.
Ich habe noch nie in meinem Leben einen Hund so schreien gehört.
Nein er hat mich nicht gebissen.Er hat nur auf dem Boden unter mir gekauert und geschrien.

Mit zwei Hunden ging ich zum Gassigehen aufs Feld.
Nach ca 4 Stunden ging ich mit drei Hunden nach Hause.

Jimmy,Josy und der schwarze Schatten*


Ich ging auf den schnellsten Weg nach Hause, um meine beiden HundeJimmy und Josy dort abzuliefern; und mich dann um den kleinen Streuner zu kümmern.
Doch so wie ich es mir dachte funktionierte es nicht.Der Hund wollte ohne Jimmy keinen Schritt gehen,zog ich ihn an der Leine von meinem Großen weg begann er laut zu schreien.Was also tun?
Ich rief Jimmy zu mir, zog ihm wieder das Halsband an,band den Streuner an meinen Großen mit einer Doppelleine fest und los ging es,erstmal Richtung Ehrenfeld zum Polizeirevier.
Blauäugig wie ich war stolzierte ich einfach da hinein,und sprach den ersten besten Beamten da an,dass ich einen Fundhund melden wolle der mir vor einigen Stunden zugelaufen war.Ich zeigte ihm den Hund und hab gar nicht so richtig begriffen, warum auf einmal eine Horde von Beamten um mich herum war und auf mich einredete.Ich hatte doch nur einen Hund gefunden.
Tja im Gegenteil wie mich einer der Beamten nun aufklärte.
Ob ich überhaupt wüßte was ich für einen Hund gefunden hätte und welches Risiko ich eingegangen wäre.*Ööhm nöööö denke mal ein Mischling oder?*
Nun erfuhr ich erst,dass dieser Streuner zu der gefährlichen Rasse der Kampfhunde gehörte, zu der Rasse der Staffs.Ich guggte ein bisserl perplex auf das Häufchen Elend hinunter und versuchte dort verzweifelt den gefährlichen Hund zu sehen.
Erst als die Worte fiehlen:* lassen sie ihn hier wir kümmern uns um alles* wurde ich wach.Wieso hierlassen?Ich wollte nur melden, dass der Hund bei mir ist mehr nicht.
Nein ich gebe den Hund nicht her, er bleibt solange bei mir.Wenn sich jemand meldet kann er ihn ja bei mir abholen sagte ich stur und stiefelte nach einigen Schreibkram mit zwei Hunden wieder aus der Polizeiwache hinaus.
Tja,da stand ich nun und blickte hinunter auf das Häuflein Elend neben meinem
wohlgenährten verhätschelnden Jimmy.Also vermißt wirste schon mal nicht sagte ich laut zu ihr.Denn ich hatte mittlerweile festgestellt, dass dieses Häuflein Elend ein Mädel war.
Aus schlechten Erfahrungen mit damaligen neuen Katzen,fuhr ich nun mit erstmal mit dem Streunerchen und jimmy zu meinem Tierarzt, um sie untersuchen zu lassen.

Dort angekommen schaute man nicht schlecht als ich sagte,dass die kleine Maus mir zugelaufen wäre und ich sie vorher ehe ich sie in mein Rudel setze untersuchen lassen möchte wegen ansteckenden Krankheiten und so.Ich hörte nicht einmal das Wort *Kampfhund*bei meinem Tierarzt.Trotzdem war dieser verdammt wütend.
Nicht wegen meiner Sorglosigkeit  sondern wegen dem Zustand des Hundes.

Jetzt im grellen Licht auf dem Untersuchungstisch wo ich diesem Streuner zum erstenmal sehr Nahe war, sah auch ich erst so richtig wie schlimm sie aussah.
Die Rippen stachen aus ihrem abgemagerten Körperchen stark hervor und unzählige Narben durchbrachen ihr ansonsten schwarz leicht gestromtes stumpfes Fellchen.Vielerlei Verknotungen,Verknorpelungen fanden sich in ihrem Körper.
Doch das allerschlimmste waren ihre riesigen ängstlichen Augen .

Die arme zitternde Maus wurde vom Tierarzt kostenlos untersucht und versorgt,bekam auch ein passendes Halsbändchen von ihm, nebst Leinchen und was die Verknorpelungen angingen müßte man noch Untersuchungen und Röntgenbilder machen, aber ansonsten könnte ich die Maus mit guten Gewissen wieder mit mach Hause nehmen

Das einzigste was der Tierarzt mir zu der Rasse des Hundes sagte war,
denken und vergessen sie nie,sie haben nicht nur einen sturen Terrier sondern außerdem in den Augen der anderen Menschen einen Kampfhund an der Leine.
Also passen sie auf sich und die kleine Maus auf.


Mit dem nächsten Termin zum Röntgen und Impfen in der Tasche fuhr ich nun mit den beiden Hunden wieder nach Hause:Leinte dort Mandy wie ich die kleine Maus schon unterwegs getauft hatte ab und sah nur noch wie sie in die hinterste Ecke des Wohnzimmers flitzte und sich dort hinter dem Kratzbaum der Katzen zu verstecken. Dort blieb die Kleine dann den ganzen Tag hinter hocken,und nur wenn Jimmy zu ihr kam wedelte sie ihm scheu mit ihrer Rute zu.Meine Katzen ignorierte Mandy völlig,kam eine auf sie zu,zog sich die Maus noch mehr in sich zusammen und lies sich starr vor Angst von ihnen beschnüffeln.Ich durfte gar nicht in die Ecke kommen.
Kam ich doch mal zu nah an sie ran, begann sie am ganzen Körper zu zittern und versuchte dann immer verzweifelt sich durch die Wand zu drücken, um sich zu verstecken.Kater Jerrys altes graues Körbchen stand neben diesem Kratzbaum.Und dieses Körbchen wurde für Mandy der erste geschützte Zufluchtsort in meiner Wohnung.


Auch wenn es ziemlich klein war,Mandy schaffte es sich dort drin komplett einzurollen.

Die ersten Tage die folgten waren für mich sehr hart.Da ich ja doch noch ziemlich unerfahren war habe ich wohl sämtliche Fehler gemacht die ich nur machen konnte

Aber ich konnte doch das zitternde Würmchen nicht einfach dort alleine in der Ecke hockend sich selber überlassen oder?So baute ich mein Nachtlager und mein gesamtes anderes Leben außerhalb der Arbeit auf dem Wohnzimmerboden in der Nähe des Kratzbaumes wo Mandy hockte auf.Ich lies Mandy völlig in Ruhe und versuchte sie nicht anzufassen,denn das einemal wo ich es versucht hatte war mir eine Lehre gewesen.Ich wollte dieses zitternde Bündelchen einfach nehmen und an mich drücken.*lach*janu ich war damals noch dumm*Zurerst begann sie laut kreischend zu schreien als ich sie nehmen wollte,sie zitterte dermaßen am ganzen Körper, dass in dem Moment wohl mein Herz überlief darüber das ich es weiter versuchte sie an mich zu drücken um ihr zu zeigen das ich sie lieb habe und sie schützen wolle.Gut da hatte sie mich in ihrer Not gebissen.

Nein ich war ihr nicht böse deswegen,denn nachdem sie mich gebissen hatte wurde mir klar, dass ich sie zu sehr bedrängt hatte und sie keinen Fluchtweg mehr hatte.Ich klatschte Jod und Verband drauf und habe aus diesem Fehler gelernt.
Nur wenn ich Gassi ging mit den anderen beiden Hunden, blieb ich hart und schleifte Mandy an Schnösel gebunden mit.Heute würde ich den Hund ganz in Ruhe lassen und ihn einfach in die Wohnung pinkeln lassen.
Aber damals wußte ich es nicht besser und machte einfach das, was ich  für richtig hielt. Vielleicht war es auch in diesem Moment das Richtige für Mandy, dass ich sie immer wieder mitschleifte bei jedem Gassigang und sie somit immer mit dem anderen Rudel und mir zusammen gehen mußte,ob sie wollte oder nicht.Glaube werde nie erfahren was nu richtig gewesen wäre.
Doch nach vier Tagen traute sich die kleine Maus langsam hinter dem Kratzbaum hervor und begann die Wohnung im Alleingang zu durchstöbern.Naja Alleingang ist zu viel gesagt,Föxchen Josy war immer dabei*lach*Mandy hätte ihr ja ein Quietschie mopsen können.
Auch wenn sich Mandy mit meinen anderen Tieren auf Anhieb verstand,vor mir und vor allem vor meinen Händen hatte sie panische Angst und begann immer zu zittern und zu schreien wenn ich ihr zu Nahe kam.

Nach sechs Tagen schlief Mandy schon mit meinen Katzen zusammen in meinem Bett.Eingebettet zwischen meinen Katzen fühlte sie sich sogar vor mir Menschen sicher und schnarchte leise weiter vor sich hin, auch wenn ich das Zimmer betrat.


Kam ich dem Bett aber zu nahe, sprang sie fluchtartig herunter und verkroch sich in die nächte Ecke.

Was hab ich damals meine Tiere beneidet,die sich alle an die kleine Maus kuscheln durften.Nur ich durfte nicht mit ihr kuscheln.
So begannen nun die Tage wo ich vor einem kuschelnden Rudel auf dem harten Boden hockte und einfach nur anfing mit Mandy zu reden.Zwichendurch knuddelte ich meine anderen Tiere damit Mandy zusehen konnte, dass ich ihnen nicht weh tat wenn ich sie berührte.Und es gab auch reichlich Leckerchen in dieser Zeit,die ich Mandy immer wieder mit sanften Worten zugeschoben habe.Hin und wieder schnupperte sie schon zögerlich mit langem Giraffenhals und zitternden Flanken an meiner Hand.Doch zuckte ich nur mit einem Finger ,atmete einmal etwas lauter aus, schon zog sich Mandy wieder hektisch zurück.

Wann mir der Gedanke kam weiß ich nicht mehr.Mandy lag mal wieder eng an Jimmy gekuschelt auf dem Sofa als ich einfach neben dem Sofa sitzend anfing Jimmy zu streicheln.Wie aus Versehen rutschte meine Hand nun über Jimmy hinweg und berührte Mandy, um dann sofort wieder zurück zu Jimmy zu gehen und ihn weiterstreichelnd.Mandy zuckte zwar kurz zusammen,hob ihren Kopf sah meine Hand aber auf Jimmy liegend, der genußvoll brummend sich weiter im Schlaf kraulen lies und es hatte funktioniert.Mandy blieb liegen,sprang nicht hektisch auf im Gegenteil als nix weiter passierte legte sie ihren Kopf wieder hin und kuschelte sich weiter an Jimmy.
Klar das nun immer öffters meine Hand wie aus Versehen abrutschte.Ob Mandy bei den Katzen lag oder bei den Hunden.Immer wieder wandte ich den Trick an.Anfangs nur für Sekunden berührte ich mit der Zeit ihren kleinen zittrigen Körper immer länger.Irgendwann lies ich meine Hand einfach an Josys Bauch liegen,wo auch Mandys Pfote lag.Als ich dann nach einer längeren Zeit Mandys Pfote sanft mit der Hand massierte und sogar umschloß und die kleine Maus einfach weiterpennte, war ich am heulen wie ein Schloßhund*lach*


Es hat noch lang gedauert bis ich Mandy mal so richtig in den Arm nehmen konnte um sie zu knuddeln.Aber die einzelnen Berührungen,das langsame Ertasten ihres Körpers immer näher hin zu ihrem weichen Bauch, zu ihren weichen Lefzen, zu ihren samtenen Öhrchen,es war ein langer harter Kampf der Selbstbeherrschung für mich. Aber dennoch es war eine unbeschreibliche schöne Erfahrung zu sehen, zu spüren wie sich langsam der Hund entspannte in meiner Nähe.Wie ihre Augen langsam den Funken der Angst verlohren und stattdessen ein Funke der Hoffnung,des Vertrauens erschien.
Nur eins durfte ich nie bei Mandy.Mit meiner Hand von oben herab auf sie runter kommen.Denn dann verwandelte sich Mandy wieder in die kleine hilflose zitternde schreiende ängstliche Maus zurück die sie mal war.

Als Mandy das erstemal Nachts zu mir ins Bettchen kam,sich an mich legte wußte ich das Eis war gebrochen.Sanft so tun als würde ich schlafen,legte ich in diesen Moment meinen Arm um sie und mir liefen die Tränen in strömen weil meine Maus trotz des Drucks von meinem Arm bei mir liegen blieb.

Als Mandys Vertrauen zu mir soweit gestiegen war,lies ich sie kastrieren.Glaube das Höschen fand sie damals gar nicht so süß wie ich *lach*. Aber es ging nicht anders, denn Jimmy mein kastrierter Rüde, war in der Zeit ihrer Hitze so daneben und von der Rolle das er am Ende nur noch Haut und Knochen war.
Und die Eifersucht meines kastrierten Foxmädels in der Zeit brauche ich ja wohl nicht zu erwähnen.Hat sie doch versucht, manches Mal Mandy unterzubuttern. Was für mich unerfahrener Hundebesitzer damals wie Spiel aussah, war doch bitterer Ernst gewesen unter den beiden Hündinnen.
Ich hatte als ich es begriffen hatte schwer zu kämpfen, aus den Beiden ein Rudel wieder hinzubekommen.
Glaube das habe ich der Engelsgeduld von Mandy zu verdanken gehabt, dass es geklappt hatte.Mandy, die ich mittlerweile auch zärtlich meine kleine Schnullerbacke nannte, blühte richtig auf im Rudel.
Auch bei den Gassigängen merkte ich das die Kleine immer lockerer wurde.
 
Im Gegensatz zu mir. Ich die immer noch blauäugig im Glauben war nur drei Hunde an der leine zu haben, wurde mittlerweile durch mein Umfeld eines besseren belehrt. Menschen, Nachbarn andere Hundebesitzer die mich früher grüßten und zu einem Schwätzchen auch mal stehen blieben, gingen mir aus dem Weg.
Da ich zu den Menschen gehöre, die oft eine lange Leitung haben, suchte ich natürlich den Fehler zuerst bei mir selber. Hatte ich was aus Versehen getan was die anderen beleidigt hätte?
Nie wäre mir in dem Moment der Gedanke gekommen es läge an Mandy,an ihrer Rasse. Denn für mich war sie nur ein Hund wie jeder andere auch.
 
Richtig begriffen hatte ich es erst auf dem Feld,als Jimmy und Josy mit Mandy im Schlepptau ihre dicken Hundefreunde begrüßen wollten und ich dermaßen von den anderen Hundebesitzern angegriffen wurde ich solle doch den *Kampfhund*bitte festhalten.*Kampfhund??????*
OK, sie gehörte der Rasse American Staffordterrier an, wußte ich ja, aber Rassen waren für mich eh nur Namen Worte um verschiedene Hunde auseinander zu halten.So war der Name Staff für mich sogesehen das gleiche wie der Name Foxterrier von meiner Josy. Ihr könnt darüber lachen, aber so dachte ich damals und naja heute denke ich was Rassen betrifft eigentlich noch genauso,nur mit dem Unterschied, dass ich heute begriffen habe das es mit einigen Rassen schwieriger ist Gassi zu gehen,als mit anderen.
Hund ist Hund für mich egal welcher Rasse er auch angehört. Denn unter seinem Kleidchen hat jede Rasse nur einen Wunsch, einfach so zu leben wie ein glücklicher einfacher Hund leben möchte.
Es war schwer für mich gewesen Jimmy und Josy nun begreiflich zu machen sie dürfen nicht mehr mit ihren Freunden auf dem Feld spielen. Ihre fragenden Augen
haben mir die Tränen in die Augen gejagd,doch ich konnte ihnen nicht sagen es läge an ihrem Rudelgenossen Mandy, die sie doch so liebgewonnen hatten. Tja so habe ich sie angelogen und ihnen gesagt es läge an mir. Ich hätte einen Fehler begangen das mich die anderen nun nicht mehr mochten.
 
Wir Vier gingen nun einsam und allein unsere Gassigänge. Um meinen Hunden vor allem Jimmy und Josy den Verlust ihrer Sabberfreunde erträglicher zu machen, begann ich nun mit ihnen Erlebnissgassitouren zu machen. Also mit Frauli mal quer durchs Unterholz zum Stöbern, mit Frauli auf Buddeltouren gehen, mit Frauli im Wald verstecken spielen und und und....................
Selten trafen wir Hundebesitzer die auch Mandy akzeptierten. Um so freudiger waren dann meine Hunde endlich wieder Kontakt mit anderen zu bekommen. Das lag auch vielleicht daran, dass ich selber von nun an sehr misstrauisch geworden war. Sah ich schon aus der Ferne einen anderen Hundebesitzer rief ich meine Hunde zusammen und ging ihm aus dem Weg. Ich wollte dadurch einfach meinen Tieren den Stress abnehmen, sie auf blödsinniger Weise vor allem beschützen.
Erst eine Begegnung an der Bahnhaltestelle,als ich auf dem Weg zur Arbeit war öffneten mir die Augen.Ein alter Hundefreund sprach mich an und fragte mich warum ich ihm aus dem Weg ginge.Er hätte gehört ich hätte einen neuen Hund und den wolle er doch gerne mal kennenlernen.Als ich dann erwiederte,ob er das wirklich wolle weil der neue Hund wäre ja ein *Kampfhund*und somit nicht sehenswert in den Augen der anderen *ja so war ich mittlerweile schon fast biestig geworden*hat dieser nur traurig den Kopf geschüttelt und gesagt, egal was er ist darf ich ihn trotzdem mit meinem Hund mal kennenlernen?Mein Hund vermisst euch nämlich und ich glaube über einen neuen Freund dazu würde er sich sehr freuen.
 
Durch dieses Gespräch habe ich bemerkt, dass ich meinen Hunden durch meine eigene Angst was falsch zu machen oder gar aufzufallen sehr viel genommen hatte.
Nämlich den Kontakt zu anderen Hunden.
Mit Hilfe des anderen Hundebesitzer faste ich langsam wieder Vertrauen zu mir selber, zu meinem Rudel und auch zu meiner Umwelt.
 
Wir verbrachten einen wunderbaren Sommer, wir vier. Manches mal musste ich noch einiges wegen der Rasse von Mandy einstecken, doch ich sah es mittlerweile gefast.
Ich lernte die Angst der anderen zu verstehen und handelte dementsprechend danach, leinte also meine Schnullerbacke zu Anfang an damit sie sehen konnten es besteht keine Gefahr. Sahen sie dann das Mandy nicht die Böse war die sie dachten, konnte ich sie ableinen und meine Hunde konnten mit den anderen spielen. Aber die meiste Zeit waren wir dennoch allein.
Trotzdem war dies eine herrliche Zeit. Durch nichts abgelenkt konnte ich sehr viel lernen und erfahren durch mein Hunderudel. Wir gingen an Orte, wo ich genau wußte, dort waren wir allein. Und ich glaube dies hat auch zum Teil dazu beigetragen das Mandy mit der Zeit immer freier und fröhlicher wurde.
Ihre Angst vor Händen hatte sie nie ganz verloren ,auch ihre Angst vor Autos,Tunnels etc. Ich lernte damit umzugehen. Lernte die Angstsituationen vor ihr zu sehen, drauf zu achten das sie nicht enistanden.So konnte ich mich voll auf meinen Rüden Jimmy verlassen.
An ihn klammerte sich Mandy mit allem was sie hatte. Und wenn sie Angst bekam, so flüchtete sie immer zu ihm, zu ihren großen Bruder der sie dann beruhigte und beschützte.
Ja was täte ich dummes Frauchen ohne meinem Rüden Jimmy *lach*
Glaube der Jung wußte wie blauäugig, dumm sein Frauchen doch in viellerlei Hinsicht war und hat sich gedacht nehme ich das mal unter meine Pfoten.
 
Der Sommer neigte sich dem Ende zu.
Es war ein ganz normaler Tag wie jeder andere, wir kuschelten noch ein Weilchen zusammen im Bett, nachdem der Wecker geklingelt hatte. Hinterher gingen wir zusammen fröhlich unsere erste Gassirunde und alles wartete hinterher schwanzwedelnd darauf das die Näpfe gefüllt wurden.
Zuerst bemerkte ich es gar nicht, dass Mandy nur sehr zaghaft fraß. Doch als ich sah, dass sie ihren Napf halb voll lies, ihn nicht wie sonst hinterher noch abspülte, kam etwas in mir hoch was ich all die Zeit ganz tief in mir verdrängt hatte.
War es so weit?
Ich hatte am Anfang nur am Rande erwähnt gehabt das Mandy noch geröntgt werden musste, wegen ihrer Knubbel und Knoten die sie überall am Körper hatte.Einige davon waren gutartig und konnten damals operativ entfernt werden.Doch ein Tumor am oberen Kieferknochen saß so schlecht, dass man ihn nicht operieren konnte.
Mein Tierarzt sagte mir damals schon, wenn er wachsen würde gäbe es keine Chance mehr für meine kleine Maus. Denn irgendwann würde sie Schmerzen beim Fressen bekommen und sie würde dann .........................................
 
Es ging noch einige Zeitlang gut. Ich weichte Mandy Futter auf.Gab ihr alles was sie
an Fressen haben wollte, weichte alles auf und .........................................
Ich verlor dennoch den Kampf mit der Zeit.
Als ich sah das Mandy auch das weiche Futter stehen lies,als ich ihren Blick sah,
nahm ich meine drei Hunde leinte sie an und ging mit ihnen aufs Feld.Dort leinte ich sie ab und ging langsam über alle drei Felder an der Feldabgrenzung hinter ihnen her.
Spielte mit ihnen, buddelte mit ihnen, huschte mit ihnen durchs Unterholz, legte mich mit ihnen auf den Boden, kuschelte mich ganz eng dabei an Mandy
 
Zu Hause stellte ich verzweifelt noch mal Mandy den Futternapf hin.
In der scheiß hilflosen Hoffnung,  doch sie schaute mich nur sehr liebevoll,wissend an
 
Ich gab Jimmy und Josy ein Leckerchen , leinte meine kleine Schnullerbacke an und
ging mit ihr ein letztes Mal zusammen durch die Straßen. Durch die Straßen die meine kleine Maus mittlerweile liebgewonnen hatte, denn es waren Straßen, wo ihr neues Leben begonnen hatte.
Beim Tierarzt brauchte ich nix zu sagen, denn meine Tränen sprachen für mich.
Wie lange ich sie dort noch festgehalten habe weiß ich nicht mehr.

Zu Anfang war es sehr schwer nur zu Dritt über die Felder zu gehen. Nicht nur ich suchte dort nach dem kleinen schwarzen Schatten in der Hoffnung er würde irgendwo fröhlich herausgehopst kommen. Nein, auch meine Hunde kamen wir an der Feldabgrenzung vorbei suchten mit ihren Blicken nach ihrer Rudelgenossin.
 
Es hat lang gedauert bis sie akzeptiert haben das ihre kleine Schnullerbacke Mandy nie wieder kommen würde. Nur ich kleines dummes blauäugiges Frauchen schaue noch heute manchmal Richtung Feldabgrenzung und glaube dort zwischen den Ästen und des Unterholzes einen Kleinen schwarzen Schatten zu sehen.

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An Euch Menschen

Ich kann leider nichts sagen,

bin ein Hund und werd gequält seit Tagen.

Wenn ich nur schreiben könnte,

schrieb ich Euch ein Gedicht, und hätte dabei Tränen im Gesicht.

Man sagt, ich wär ein Kampfhund, dass ich gefährlich bin,

öffnet Eure Augen, und schaut genauer hin!!!

Bin ich nicht nur ein Werkzeug, von Menschen scharf gemacht,

von diesen skrupellosen, die nicht nachgedacht?

Jetzt bin ich scharf und beiße auch,

doch so ein Hund wohl keiner braucht.

Man sagt, dass ich jetzt sterben muss,

mit diesem Wahnsinn sei jetzt Schluss.

Bin ich doch nur das Werkzeug Euer,

gemacht von Euch zum Ungeheuer.

Doch wenn ich jetzt auch sterben muss, durch Todesspritze oder Schuss,

geb ich Euch Menschen einen Rat, ich bin ein HUND, ein Kamerad!

Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein,

und lasst die Hunde, Hunde sein.

Das schrieb ein Hund, der Kampfhund ist,

der weiß, dass mancher ein Mensch nicht besser ist.

 

Im Auftrag seines Hundes geschrieben von Mario

 

 

!!! Wer Tiere quält, ist unbeseelt, und Gottes guter Geist ihm fehlt. Mag noch so vornehm drein er schauen, man sollte niemals ihm vertrauen. !!! (von Goethe)

!!! Der Gerechte kennt die Seele seiner Tiere. !!! ( Spr.12,10 Bibel )

 

 

! Sollte ich ein Copyright verletzt haben, bitte melden, dann nehme ich den Text wieder raus !

 

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